Die Höhlen

Ursprung

Wir können den Ursprung der Höhlen von Castellana auf vor etwa 90 Millionen von Jahren festlegen. Damals, in der als Kreidezeit bekannten Erdzeitalter, war Apulien von einem Urmeer überspült, in dem ausgedehnte Kolonien von Mollusken und Seepflanzen lebten. Über Millionen Jahre hinterließen diese vorzeitlichen Lebewesen ihre Schalen und Gehäuse auf dem Meeresboden und bildeten so eine gigantische Ablagerung von Schlamm und Sand.

Vor etwa 65 Millionen Jahren begann diese enorme Kalkschicht, aus dem Wasser aufzutauchen. So entstand Apulien, wie wir es heute kennen.

Im Untergrund bildete das Wasser starker Regengüsse einen unterirdischen Fluss, der durch mechanische und chemische Erosion die Kalkschichten auflöste und Durchlässe und immer größere Freiräume schuf. Im Laufe der Zeit drückten gebirgsbildende Effekte die Kalkschichten nach oben und machten sie zu einem Teil der heutigen Murgia südöstlich von Bari, wobei die Wasserläufe, die die unterirdischen Aushöhlungen komplett ausgefüllt hatten, in tiefere Lagen absickerten und so freie Räume und große Korridore bildeten.

Durch Gesteinsspaltungen und aufgrund des fehlenden Wasserdrucks stürzten einige der Kalkschichten ein und bildeten einen Trichter, über dem sich ein Stückchen Himmel und ein warmer Lichtstrahl zeigten: die Grave.

Im Quartär, vor 2,5 Millionen Jahren, begann dann die endgültige Periode der Ausschmückung der Grotten. Das andauernd einsickernde, mit Kalkkarbonat gesättigte Regenwasser tropfte von den Gewölben der Höhlen herab und lagerte dabei sowohl auf der Decke als auch auf dem Boden winzige Kristalle ab. So wuchsen die Stalaktiten, die von der Decke hängenden Gebilde, und die Stalagmiten, deren sich darunter aufbauenden Gegenstücke.

Im Laufe der Zeit, fast zwei Millionen Jahre lang, hat das ständige Wachsen der Stalaktiten und Stalagmiten die Hohlräume fast zur Gänze gefüllt und mit ihrem Zusammenwachsen zahlreiche riesige Säulen gebildet, die man gemeinsam mit den anderen überraschenden Formationen während der einzigartigen Besichtigung (Link Routen) der Höhlen von Castellana (/) bewundern kann.

Eine besondere Attraktion für Wissenschaftler und Besucher bilden die unsymmetrischen, „Pannocchie“ genannten Stalaktiten, die sich den Gesetzen der Schwerkraft widersetzen und sich horizontal oder spiralenförmig entwickelt haben.

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