Die Höhlen

Die ungelösten Rätsel

Die Grave ist noch weit davon entfernt, alle ihre Rätsel preisgegeben zu haben. Ein bei Reinigungsarbeiten des Grundgesteins der Grave in der Nordwand der Höhle entdeckter Unterdruck lässt vermuten, dass es noch weitere Ecken zu entdecken und neue Höhlen zu erforschen gibt.

Zudem haben in den letzten Jahren erfolgte Begehungen und in den Außenlagen mit verschiedenen Techniken durchgeführte geophysische Forschungen Anlass zu der Annahme gegeben, dass vom ursprünglichen Schlund aus weitere Verzweigungen abgehen.

Die Tierwelt der Höhlen

Der charakteristischste Bewohner der Höhlen ist zweifellos die für die Besucher völlig ungefährliche Fledermaus, das einzige Säugetier, das richtig fliegen kann. Es gibt fünf in den Höhlen von Castellana heimische Tierarten, die alle klein sind: Miniopterus schreibersii, Rhinolophus ferrum-equinum, Rhinolophus mehelyi, Rhinolophus euryale und Myotis capaccinii.

Die Welt der Höhlen wird von ursprünglichen Höhlentieren bevölkert, dazu kommen weitere Organismen, die sich an das schwierige unterirdische Leben angepasst und in den Höhlen ihr Ökosystem gefunden haben, das sie vor dem Aussterben bewahrt hat.

Und das ist noch nicht alles! Im Inneren der Höhlen von Castellana durchgeführte biospeläologische Forschungen haben zur Entdeckung neuer endemischer Arten geführt, darunter die Krustenasseln Murgeoniscus Anellii und Castellanethes Sanfilippoi, der Pseudoskorpion Hadoblothrus gigas, die beiden Käferarten Tychobythinus anelli und Italodytes stammeri.

Wer besonders viel Glück hat, kann beim Besuch der Höhlen auch den Troglophilus Andreinii, eine Art Höhlenheuschrecke, entdecken.

Stalagmiti di Grotte di Castellana