Die Höhlen

Die Entdeckung

Die Höhlen von Castellana wurden zum ersten Mal am 23. Januar 1938 vom Höhlenforscher Franco Anelli, begleitet von Vito Matarrese aus Castellana, erforscht.
In die Grave abgestiegen, entdeckte der Forscher einen Gang, der sich im Dunklen verlor. In dessen Inneres vordringend, fand er nach Kurzem einen zum Teil von Stalaktiten und Stalagmiten verborgenen Durchgang, der ihn zu einer aufregenden Entdeckung führte: eine riesige Höhle, die später die „Höhle der Monumente“ genannt wurde, und die so weitläufig ist, dass der Strahl seiner Lampe nicht ausreichte, die Decke und die Wände auszuleuchten.

Aber damit nicht genug der Überraschungen. Nacheinander offenbarten sich den beiden Forschern weitere wundervolle Höhlen und Durchgänge wie der Korridor der Schlange, der Korridor in der Wüste sowie Stalaktiten und Stalagmiten von unglaublicher Schönheit und geologisch-wissenschaftlichem Interesse.

Von der Begeisterung beflügelt ging die Erforschung weiter und die beiden wagten sich Hunderte und Hunderte Meter bis zu 70 Meter tief in den Untergrund.
An einem scheinbar blinden Gang angekommen, wo das Fortkommen anscheinend ein Ende hatte, bemerkte Matarrese ein leichtes Flackern der Karbidleuchte, die er bei seinen Erforschungen verwendete, und vermutete, dass dieses schwache Flackern wohl von einem Luftzug bewirkt wurde, der zu einer weiteren Höhle führen konnte. Dies war die entscheidende Eingebung. Nach kurzem Graben entdeckten die beiden Forscher eine Höhle, die heute zu den weltweit schönsten zählt: die wunderbare Weiße Grotte.

Franco Anelli - Grotte di Castellana

FrancoAnelli - Le Grotte di Castellana